Vorlesen ist ein Geschenk für Ihr Kind!

Kindern vorzulesen bringt so viel Positives, dass eine tägliche Lesestunde ein wunderbares und wertvolles Ritual ist. Kitt Sandvik pflegt diese Gewohnheit mit ihrer kleinen Tochter konsequent. „Vorlesen stärkt die Beziehung zwischen uns und bringt uns noch näher zusammen“, so Kitt Sandvik.

„Als wir 1989 Bücher für neun Monate alte Babys herausbrachten, waren die Reaktionen durchweg positiv. Bis dahin dachte man im Allgemeinen, dass Kinder erst im Alter von 2-3 Jahren für den Austausch in Form von Vorlesen bereit sind. Wir waren allerdings der Meinung, dass auch Babys Freude am Lesen haben, vorausgesetzt, die Bücher entsprechen dem Alter des Kindes. Eltern in ganz Norwegen waren von dieser Idee begeistert. Auch der Rolle der Eltern beim Vorlesen wurde plötzlich viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt“, so Kitt Sandvik.

Kitt Sandvik
Verheiratet mit Simon, Mutter von Mateen (19), Tala (17) und Annabelle (5).
Die Tochter des Gründers Sigurd Sandvik war bereits früh an der Arbeit an einem Säuglingsbuch beteiligt und ist seit 1995 im Familienunternehmen tätig. Sie war verantwortlich für die Entwicklung des Schwangerschaftsbuch und ist die Frau hinter der größten Website für Schwangere und junge Eltern, Babyverden.no (Liliput-lounge.de in Deutschland)

Außerdem war sie die Chefredakteurin von Goboken, der Buchreihe für die ganz Kleinen. Die Entwicklung von Kindern lag Kitt Sandvik schon immer am Herzen. Lange Zeit wollte sie Hebamme werden. Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre sind die Themen, für die sie sich begeistert, und das hat sie in Form eines intensiven Engagements für die Entwicklung des Familienunternehmens einfließen lassen. Gegenwärtig ist Kitt Sandvik für die strategische Konzept- und Produktentwicklung bei Sandvik
verantwortlich.


„Vorlesen stärkt unsere Beziehung“
Goboken ist der einzige Buchclub Norwegens mit altersgerechten Büchern schon ab der Geburt des Kindes, und Kitt Sandvik erzählt mit viel Einfühlungsvermögen und Engagement, warum es so wichtig ist, jedem Kind vom ersten Moment an vorzulesen. Sie hält sich ständig über Forschungsergebnisse, sowohl zur Entwicklung des Kindes als auch der des Gehirns, auf dem Laufenden. Kitt Sandvik zitiert eine Studie, aus der hervorgeht, dass Kinder, denen bereits früh vorgelesen wurde, viel mehr Wörter gehört hatten, als Kinder, denen nicht vorgelesen wurde (Betty Heart und Tod Risley 2003). Mehrere andere Studien haben gezeigt, dass Kinder, denen vor Erreichen des zweiten Lebensjahres vorgelesen wurde, ein besseres Sprachverständnis, einen umfassenderen Wortschatz und bessere kognitive Fähigkeiten entwickeln (u.a. Raikes 2007). Vorlesen – und die Interaktion während des Lesemoments – sind für die Entwicklung des Kindes also von unschätzbarem Wert. Darüber hinaus ist der gemeinsame Moment, der mit persönlicher Nähe einhergeht, auch förderlich für die Bindung zwischen Eltern und Kind. Für Kitt Sandvik selbst ist der Lesemoment genauso wichtig wie für ihre Tochter.

„Vorlesen stärkt unsere Beziehung und bringt uns noch näher zusammen. Mit dem Lesen schenkt man dem Kind außerdem die Sprache! Annabelle möchte am liebsten zwei Bücher vorgelesen bekommen, bevor sie schlafen geht – und es kommt gar nicht in Frage, dass wir das abendliche Vorlesen auch nur ein einziges Mal ausfallen lassen. Einer von uns Erwachsenen nimmt sich immer die Zeit, ihr vorzulesen. Vorlesen sorgt für fantastische Momente der Interaktion, und wir nutzen diese Augenblicke außerdem, um über unseren eigenen Alltag und unsere Erlebnisse zu sprechen.“

Es fängt mit dem Zuhören an
Für die allerkleinsten Kinder ist die Stimme der Mutter oder des Vaters sehr wichtig. Kleinkinder können intensiv zuhören. Das Gehirn des Kindes wächst förmlich, und die Gehirnzellen stellen Verbindungen her, wenn es der Sprache lauscht.
„Die Basis für die Sprache wird bereits in den ersten Lebensmonaten gelegt. Kinder lieben es, auch wenn sie noch ganz klein sind, zuzuhören und zu kommunizieren. Hört ein Neugeborenes beispielsweise die Stimme seiner Mutter oder seines Vaters, ist seine Begeisterung häufig der schnelleren Atmung, den schnell bewegten Armen, dem intensiven Blick und seinen geäußerten Tönen zu entnehmen. Dasselbe erlebt man, wenn man einem Kind Bilder und Formen in einem Buch zeigt. Schon kleine Babys lieben Gegensätze, am liebsten Schwarz/Rot/Weiß, und deutliche Umrisse. Auch Texte mit Reimen und Rhythmen, die die Eltern entweder vorlesen oder singen können, sind bei den Allerkleinsten sehr beliebt.“

Kitt Sandvik meint, dass der Vater die Nähe zum Kind genauso erfahren kann wie die stillende Mutter, wenn er ihm bereits im Neugeborenenalter vorliest. Zugleich macht er dem Kind das wertvolle Geschenk einer natürlichen und guten Sprachentwicklung.

„Macht man das Vorlesen bereits früh zu einer täglichen Routine, gewöhnt sich das Kind daran und erwartet es förmlich wie das Anziehen, Essen und die Körperpflege. Fängt man erst im Alter von 1-2 Jahren mit dem Vorlesen an, muss man oft viel mehr tun, um gute Lesemomente in den Tagesablauf einzubauen.“

Kitt Sandvik weiß aus eigener Erfahrung, dass Vorlesen für eine gute Sprache sorgt
Kitt Sandvik weiß aus Erfahrung, welchen Unterschied regelmäßiges Vorlesen bei der Sprachentwicklung der eigenen Kinder macht. Bei ihrer jüngsten Tochter war die bewusste und gute Leseerfahrung ein natürlicher Bestandteil der täglichen Routine, und die Sprache entwickelte sich schneller, besser und mit einem viel größeren Wortschatz.

„Sie hat bereits im Alter von 17-18 Monaten in relevanten, kurzen und verständlichen Sätzen gesprochen. Mein Sohn war bedeutend später dran mit der Sprachentwicklung und frustriert, dass er sich nicht verständlich machen konnte. Im Nachhinein sehe ich ein, dass wir uns über die Bedeutung des Vorlesens und all der guten Gespräche, die man dazu bekommt, nicht ausreichend bewusst waren – obwohl sich jedes Kind natürlich in seinem eigenen Tempo entwickelt. Viel mit dem Kind zu sprechen und ihm viel vorzulesen, bevor es zwei Jahre ist, ist jedoch unglaublich wichtig für jedes Kind. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, sind darüber hinaus besser vorbereitet, wenn sie in die Schule kommen. Wir können ganz einfach nicht darauf verzichten, unseren Kindern vorzulesen!“, so Kitt Sandvik abschließend.



Kitt Sandviks beste Lesetipps
Was aber macht aus Eltern gute Vorleser, und wie sieht ein guter Lesemoment für die Allerkleinsten aus? Kitt Sandvik hat viele Tipps:

Vorlesen heißt interagieren! Gute Vorleser achten aufmerksam auf die Signale ihres Kindes. Ist das Kind etwas ungeduldig oder unruhig, sollte man flexibel sein und sich an das Tempo des Kindes anpassen! Geben Sie ihm Zeit, um auf das zu reagieren, was Sie vorlesen/es hört.

Wählen Sie einen guten Zeitpunkt! Das Vorlesen ist nichts, bei dem man sich beeilen sollte. Man sollte sich genug Zeit nehmen und zu 100 % präsent sein. Wählen Sie Zeiten, in denen Ihr Kind für diese Art von Aktivität und Interaktion empfänglich ist. Es gibt natürlich auch Texte und Bücher, die Sie Ihrem Kind zum Einschlafen vorlesen können.

Lesen Sie regelmäßig! Das Vorlesen sollte ein fester Bestandteil der täglichen Routine sein, weil Ihr Kind sich so daran gewöhnt und anfangen wird, diese Momente zu lieben.

Machen Sie es sich gemütlich! Sitzen/liegen Sie so, dass Ihr Kind die Möglichkeit hat, das Buch zu sehen und anzufassen, Sie jedoch gleichzeitig Augenkontakt halten können.

Für die Beißfreudigen! Die meisten Kinder möchten alles mit dem Mund erforschen. Man sollte daher Bücher aus Stoff oder anderen Materialen wählen, die dafür geeignet sind. Lesen Sie jedoch aus einem Buch aus Pappe vor, kann es ein guter Trick sein, wenn Sie Ihrem Kind ein anderes Spielzeug oder ein Buch geben, das es mit dem Mund erforschen kann, während Sie zusammen das Pappbuch anschauen und lesen. Ein Pappbuch löst sich auf, wenn Ihr Kind auf ihm herumkaut.

Wählen Sie spannende Bücher! Bücher mit spannenden Bildern, Farben und Gegensätzen wecken die Aufmerksamkeit Ihres Kindes. Außerdem sollten die Bücher in Zusammenhang mit dem eigenen Leben Ihres Kindes stehen.


Gehen Sie auf die Interessen Ihres Kindes ein! Womit beschäftigt sich Ihr Kind? Sie können ihm abwechselnd aus dem Buch vorlesen und sich mit ihm unterhalten.

Variieren Sie Ihren Tonfall! Begeistern Sie Ihr Kind mit Hilfe der Intonation. Die Forschung zeigt, dass ein Kind Wörter mal schneller lernt, wenn man es mit der Stimme fesselt, also in einer so genannten „Babysprache“ spricht – die Eltern ganz automatisch beherrschen.

Verwenden Sie Körpersprache! Erregen Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes mit Hilfe Ihrer Körpersprache – das kommt auch seiner Sprachentwicklung zugute.

 

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