Hans Sande - Baby Gogo Babybücher

Lernen Sie den Schriftsteller kennen

„Wir freuen uns sehr, dass gerade Hans Sande die Texte über Gogo und Baba geschrieben hat. Seine Sprache ist spielerisch und humorvoll und verzichtet trotzdem nicht auf einen auffordernden Unterton. Er fördert sowohl die Neugier des Kindes als auch das Zusammenspiel zwischen Kind und Eltern. Je kürzer die Texte, umso wichtiger ist es, dass sie einen guten Rhythmus haben, dass sie etwas beschreiben, das Kinder wiedererkennen, und dass es ein Zusammenspiel mit den Illustrationen gibt. Genauso sind die Texte von Sande“, meint Hilde Nesse, Redakteurin bei Sandviks/GoBo Kinderbücher.

In diesem kurzen Interview sprechen wir mit Hans Sande über Kinder und Bücher. „Lesemomente sind ein guter Treffpunkt für Erwachsene und Kinder, ein ruhiger Moment, der nicht gestört werden sollte, beispielsweise durch das Klingeln des Telefons oder einen laufenden Fernseher. Dann bekommt das Kind das Gefühl, dass es seinen Vater oder seine Mutter für einen Moment ganz für sich hat. Alles andere bleibt außen vor, denn jetzt sind sie einander nahe und bilden eine Gemeinschaft. Das Kind kann den Text hören, die Bilder sehen, und man kann sich über das, was passiert, unterhalten und eigene Erfahrungen austauschen.

Kinder sollten sich daran gewöhnen, dass ihnen vorgelesen wird. Das ist etwas ganz Anderes als ihre Erfahrungen im Spiel mit anderen Kindern oder das, was sie im Fernsehen und in spannenden Kinderfilmen sehen. Es schafft mehr Raum, etwas Eigenes zu schaffen, wenn man nicht alles fix und fertig vorgesetzt bekommt“, so Sande.

 



 
„Ich habe selbst zwei Kinder, denen ich viel vorgelesen habe, als sie klein waren“, erzählt Sande. „Und jetzt habe ich drei Enkelkinder. Wenn ich ihnen vorlese, fühle ich wieder die kindliche Freude über die einfachen Dinge im Leben und die für die Kindheit so typische Verwunderung. Ich werde viel offener und neugieriger gegenüber allem, was sich bewegt.“

  

 

Die Baby Gogo Bücher sind für ganz kleine Kinder gemacht.
Worauf haben Sie Wert gelegt, als Sie sie geschrieben haben?
„Kurze Verse mit guten Rhythmen und Reimen sind für kleine Kinder wichtig. Der Rhythmus ist etwas, das uns schon begleitet, bevor wir geboren werden. Denken Sie nur an den Herzschlag der Mutter, den Rhythmus in ihren Schritten. Ja, der Rhythmus ist etwas Gutes und ein grundlegender Bestandteil unseres Lebens.“

Die Texte müssen jedoch auch so gut sein, dass Erwachsenen nicht langweilig wird, wenn sie sie vorlesen. Kinder hören Bücher gerne immer wieder, und darum müssen die Texte so lustig sein, dass es Erwachsenen keine Mühe bereitet, das Buch zum vierten oder fünften Mal vorzulesen. Wenn Erwachsene sich langweilen, bekommt das Kind den Eindruck, dass es vielleicht doch nicht so toll ist. Der Lesemoment verliert dann etwas von seinem Zauber, und das Lesen wird zu einer Verpflichtung für die Erwachsenen.

Es ist eine Herausforderung, die Texte einfach genug für kleine Kinder zu machen. Das Einfache ist eine schwierige Kunst, denn die Kleinen sollten die Texte leicht verstehen können. Kinder mögen es allerdings auch, wenn sie etwas hören, das sie noch nicht so gut begreifen. Der Text ist mit einem kleinen Überraschungspaket zu vergleichen, das sich langsam öffnet, je älter das Kind wird.“

Was ist Ihrer Meinung nach so besonders an der Baby Gogo-Serie?
„Das Besondere für mich ist, dass ich den Auftrag, die Bücher zu schreiben, überhaupt erhalten habe. Das bedeutet, dass ich etwas schreibe, das ich sonst nicht geschrieben hätte, und das leitet eine völlig andere Art von Kreativität ein.“


 


Hans Sande (Jahrgang 1946) veröffentlichte 1969 seine erste Gedichtsammlung „Strime“, für die er den Tarjei Vesaas’ Debütantenpreis erhielt. Sande hat mehr als 40 Bücher für Erwachsene und Kinder geschrieben und wurde für seine Bücher mit mehren Preisen ausgezeichnet. Er ist außerdem Künstler und hat mehrere seiner Kinderbücher selbst illustriert. Sande wohnt in Førde in Sogn und Fjordane, Norwegen.

Ihre Texte sind einfach und verspielt. Sind Sie selbst auch verspielt?
„Ich denke mir schon lustige Sachen aus, das stimmt, und ich kann mich gut ausleben, sowohl beim Schreiben als auch in der Bildkunst. Meistens beschäftige ich mich mit beiden Teilen gleichzeitig. Ich habe gerade ein Buch über Holzskulpturen fertiggestellt, d.h. über ungewöhnliche Nudelhölzer. Dort fantasiere ich darüber, was passieren würde, wenn unser Nudelholz Jahr ein Jahr aus einfach nur einsam herumliegen würde. Neben jedem dieser sonderbaren Nudelhölzer steht seine unglaubliche Lebensgeschichte. Das ist ein Beispiel dafür, wie Worte und Bildkunst miteinander verflochten werden können.“

Sande ist nicht nur Schriftsteller und Künstler, sondern hat darüber hinaus einen Hintergrund als Psychiater. Er lässt seine Erfahrungen in seine Texte einfließen, manchmal bewusst, manchmal unbewusst. In den Baby Gogo-Texten zeigt er deutlich, wie wichtig Eltern für ihre Kinder sind und wie wichtig es ist, deutlich darauf hinzuweisen, dass es jetzt zwei – oder drei, vier fünf sind, die zusammengehören.


 

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